Neuzugänge in der Lebensversicherung
Um eine Ahnung davon zu bekommen, wie beliebt heute noch Lebensversicherungen bei den Verbrauchern sind, macht es Sinn, sich die Zahlen zu den Neuzugängen in der Lebensversicherung in Deutschland anzusehen. Einen Anhaltspunkt bietet die Anzahl der einglösten Neuzugänge beziehungsweise des eingelösten Neugeschäfts. Das sind die Verträge, bei denen nicht nur die Versicherungsscheine bereits ausgestellt wurden, sondern auch schon der Zahlungseingang der Erstprämien beziehungsweise Erstbeiträge erfolgte.
Ihren Höhepunkt erreichte die Entwicklung im Jahr 2006 mit mehr als acht Millionen neuer Versicherungspolicen. Seitdem ging die Anzahl wieder deutlich zurück.
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Ein weiteres Indiz für die Attraktivität einer Lebensversicherung könnte die versicherte Summe aus dem Neuzugang sein. Hier verhielt sich die Entwicklung aber in den letzten Jahren weitestegehend konstant mit kleinen Schwankungen nach oben und unten. Daher kann der versicherten Summe bei den Neuverträgen keine hinreichende Aussagekraft zur Beliebtheit von Lebensversicherungen zugewiesen werden.
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Bei einer über die letzten Jahre hinweg betrachteten relativ konstanten Entwicklung der versicherten Summe ingesamt und einem abfallenden Trend bei der Anzahl der Neuverträge ist allerdings abzuleiten, dass die durchschnittliche Versicherungssumme pro Vertrag steigen muss. Diese Vermutung bestätigt sich, wenn die versicherte Summe der Neuzugänge mit der Anzahl der eingelösten Neuverträge in der Lebensversicherung verrechnet wird. Das Ergebnis ist die durchschnittliche versicherte Summe pro Neuvertrag, deren Entwicklung im nachfolgenden Diagramm abzulesen ist. Zuletzt betrug die durchschnittliche Höhe einer neu aufgenommenen Lebensversicherung mehr als 60.000 Euro.